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Verrat der Bilder

Im Oktober endlich wieder in Berlin zu erleben!

© Piet Truhlar

„Dank aufwendig programmierter AR-Brillen wird die Zeitreise nicht nur textlich grundiert und fabelhaft gespielt, sondern eben auch durch verblüffende virtuelle Effekte der Augmented Reality in seiner Wirkung verstärkt [...] es fügt sich auf dieser intelligenten, bildenden Zeitreise ein Kaleidoskop, das einen schlüssigen Eindruck von der Vielgestalt des Bauhauses gibt."
Mitteldeutsche Zeitung

Einen ersten Vorgeschmack auf die Produktion gibt es hier.

„Kunst und Technik – eine neue Einheit“? Mit „Verrat der Bilder“ zeigen Nico and the Navigators in Berlin die europaweit erste Live-Augmented-Reality-Brillen-Performance, die Virtuelles mit dem Spiel von Live-Darsteller*innen verbindet und dabei die Möglichkeiten der erweiterten Wirklichkeit untersucht. Das Projekt hat bei Publikum und in der Augmented-Reality-Fachwelt große Furore ausgelöst.

Inhaltlich werden dabei die Lebenswelten und Gestaltungstheorien am historischen Bauhaus in den Blick genommen – einer Hochschule, an der die Faszination moderner Technik auch Einfluss auf ästhetische Ansprüche nahm. Die Uraufführung fand 2019 anlässlich des 100. Bauhausjubiläums am Bauhaus Dessau statt.
Eine Brille stärkt normalerweise den Blick in die Ferne oder Nähe und schärft so verschwommene Ansichten. Was aber wäre, wenn sie Unsichtbares anschaulich machen und gewohnte Perspektiven aushebeln könnte? „Verrat der Bilder“ hinterfragt die Verlässlichkeit des Sichtbaren sowie die Manipulation von Wahrnehmung und stellt die Geschichte des vermeintlichen Fortschritts zwischen Utopie und Ironie auf die Probe. So werden Architektur, Schauspiel, Tanz, Skulptur und virtuelle Bilder zu einem vielschichtigen Gesamterlebnis vereint, bei dem man seinen Augen nicht trauen darf. Auch die Euphorie des Bauhaus-Direktors Walter Gropius, der einst die neue Einheit zwischen Kunst und Technik ausrief, wird dabei als zeitgeistiges Wunschdenken erkennbar (weitere Infos unter www.navigators.de).

Der verräterische Blick durch die Brille

Wenn man den Begriff der Augmented Reality wörtlich nimmt, kann er alle Formen von Kunst beschreiben: Als Erweiterung der Wirklichkeit ist schließlich jedes Bild und jede Skulptur, jedes literarische oder musikalische Werk und vor allem jede Inszenierung gedacht und geeignet. Dank fortschreitender Entwicklung aber hat der Terminus sich selbst erweitert und konkretisiert: Mit speziellen Brillen, die virtuelle Bilder in tatsächliche Erscheinungen mischen können, entsteht eine neue Ebene des Zeig- und Erzählbaren. Auf dieser Technologie basiert „Verrat der Bilder“ – eine performative Reise, die zum 100-jährigen Bauhaus-Jubiläum entstanden ist.

Mit Hilfe der Magic Leap-Brillen, die derzeit die beste verfügbare Variante der Augmented oder auch  Mixed Reality darstellen, wird „Verrat der Bilder“ nach der Verlässlichkeit des Sichtbaren und nach der Manipulation von Wahrnehmung fragen. In Zeiten von Fake News und asozialen Netzwerken soll der Blick durch die Brille eine veränderte Wahrnehmung von scheinbar gesicherten Erkenntnissen gestatten, die erweiterte Realität widerspricht dem bloßen Augenschein. Dass den Anlass für dieses Spiel dabei ausgerechnet die Säkularfeier des Bauhauses liefert, hat guten Grund: Immerhin wurde nach den eher esoterischen und handwerklich orientierten Anfängen in Weimar spätestens mit dem Wechsel nach Dessau die Parole „Kunst und Technik – eine neue Einheit“ ausgerufen. Und wenn man die zahlreichen fotografischen Experimente der Bauhäusler betrachtet, findet man die doppelte Belichtung und die Überlagerung von unterschiedlichen Motiven als wiederkehrendes Element … ein Beweis für das enorme Interesse an modernsten Methoden der optischen Darstellung, wie sie sich gegenwärtig eben in der Augmented Reality entwickeln.

Inhaltlich wird „Verrat der Bilder“ ein breites Spektrum verhandeln: Allein die Lebensläufe der einstigen Haus-Erbauer und -Besitzer bilden (ebenso wie die Schicksale der anderen Bauhaus-Meister und -Schüler) die Größe und die Grenzen der Klassischen Moderne exemplarisch ab – von Schlemmers anfänglichem Ruhm und späterer Verfemung über Muches innere Emigration und Kolbes ambivalente Rolle im Nationalsozialismus bis hin zu Franz Ehrlich, der als KZ-Häftling in Buchenwald die zynische Tor-Inschrift „Jedem das Seine“ entwerfen musste … auch dies ein Zeugnis der vom Bauhaus inspirierten Typografie. Neben diesen biografischen Verwerfungen, angesichts derer ein „Verrat der Bilder“ auch ideologisch verstanden werden kann, sind aber auch jene ästhetischen Ansätze und Inhalte neu zu diskutieren, die heute unmittelbar mit dem Bauhaus und darüber hinaus mit der Kunst der 20er und 30er Jahre verknüpft werden – Fragen nach der Reduktion in der Formensprache, nach der von Adolf Loos schon 1908 behaupteten Beziehung zwischen „Ornament und Verbrechen“, nach dem Verhältnis von Figur und Klang im Raum, nach der synästhetischen Wahrnehmung und dem Menschen als Maß aller Dinge und Normen …

NICO AND THE NAVIGATORS, die ihre von der Kulturstiftung des Bundes geförderte Produktion „Verrat der Bilder“ als Artists in Residence der Stiftung Bauhaus Dessau realisieren können, arbeiten dabei erneut mit Performer*innen im Grenzbereich zwischen Sprache und Bewegung, in dem auch die historischen Vorbilder laborierten – sowie erstmals mit einer Technologie, die in einem solchen theatralen Zusammenhang weitgehend unerforscht ist. Eine besondere Rolle wird in Dessau und Berlin zudem der Außenbereich der Spielstätten einnehmen, der sich auf überraschende Weise ähnelt: Wie die Bauhäusler wählte auch Georg Kolbe eine Kiefernschonung als Bauplatz für seine „Sensburg“, die trotz der Ziegelbauweise erstaunliche architektonische Parallelen zur Dessauer Siedlung erkennen lässt. Dass die einzelnen Szenen vor Ort dennoch angepasst werden müssen, lässt jede Station zum Schauplatz einer eigenen Uraufführung werden. Auch dies ist eine Herausforderung und ein besonderer Reiz von „Verrat der Bilder“, der wegen des immensen technischen und logistischen Aufwands einer relativ kleinen Zuschauer*innenzahl in mehreren Vorstellungen pro Tag gezeigt wird.
 
Für das optimale Erleben der Inszenierung ist eine individuelle Anpassung der Augmented-Reality-Brillen erforderlich, die jeweils 30 Minuten vor der Vorstellung beginnt. Die Augmented-Reality-Brillen sind von Magic Leap. Aktuell ist dieses Modell leider nicht mit herkömmlichen Brillen kompatibel. Eine Kombination mit Kontaktlinsen ist jedoch gut möglich. Zudem halten wir einige angepasste Brilleneinsätze in unterschiedlichen Dioptrienstärken bereit. In diesem Fall bitten wir um Angabe Ihrer Dioptrie unter: brillen@navigators.de

Gegen Vorlage eines entsprechenden Ausweises an der Abendkasse erhalten folgende Besucher*innen ermäßigte Tickets: Schüler*innen, Studierende, Arbeitslose und Bufdis.

 
Vorstellungsblöcke:

Do 30.09.
16:00 - 17:00 Uhr - Premiere | 18:00 - 19:00 Uhr


Fr 01.10. 

16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr



Sa 02.10. 

16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr



So 03.10.
16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr




Mo 04.10. 

Keine Vorstellung


Di 05.10.

16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr



Mi 06.10.

16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr



Do 07.10. 

18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr



Fr 08.10. 

16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr



Sa 09.10. 

16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr



So 10.10.

16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr



Mo 11.10.

Keine Vorstellung


Di 12.10.

18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr



Mi 13.10. 

16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr



Do 14.10. 

16:00 - 17:00 Uhr | 18:00 - 19:00 Uhr | 20:30 - 21:30 Uhr - Dernière 



 
 
Eine Produktion von Nico and the Navigators. Gefördert im Fonds Bauhaus heute der Kulturstiftung des Bundes und aus Mitteln der Senatsverwaltung für Kultur und Europa Berlin. In Kooperation mit der Stiftung Bauhaus Dessau, dem Georg Kolbe Museum, DOCK 11 EDEN***** und dem radialsystem. Projektentwicklung mit Unterstützung von PANTHEA.

Zum Projekt

 

HYGIENEKONZEPT

Grundregeln:

1. Vorverkauf und Abendkasse

Kontaktloser Kartenkauf: Karten können online oder telefonisch über das radialsystem gekauft werden. Alle Karten werden elektronisch verschickt (auch Pressekarten, Gästeliste und freie Begleitkarten). Es gibt keine Abendkasse, auch eine Abholung der Karten vor Ort ist nicht möglich – die Mitarbeiter*innen stehen aber vor der Veranstaltung gern für Rückfragen zur Verfügung.

Kontaktdatenerfassung: Zur Nachverfolgung im Infektionsfall sind wir verpflichtet, die Kontaktdaten aller Besucher*innen aufzunehmen. Die Daten werden datenschutzkonform gespeichert und nach vier Wochen gelöscht. Zur Erfassung der Kontaktdaten werden alle Karten einzeln personalisiert. Eine nachträgliche Änderung ist jederzeit möglich, bitte melden Sie sich dafür frühzeitig per E-Mail an ticket@radialsystem.de oder telefonisch, Mo-Fr 10-15 Uhr, über +49 (0)30 288 788 588.

Getestet/Geimpft/Genesen: Bitte beachten Sie, dass eine Teilnahme an den Vorstellungen im EDEN***** nur unter Nachweis eines aktuellen negativen Ergebnisses eines Antigen Schnelltests oder PCR-Tests möglich ist (nicht älter als 24 Stunden). Der Testnachweis muss Angaben über das Datum und die Uhrzeit des Tests enthalten, sowie den Namen der getesteten Person und der Stelle, die den Test durchgeführt hat. Ausgenommen hiervon sind vollständig gegen COVID-19 geimpfte Personen und Genesene, deren Infektion mindestens 28 Tage zurückliegt, aber nicht länger als sechs Monate. Beides ist durch entsprechende Nachweise zu belegen.

Bitte berücksichtigen Sie, dass eine Teilnahme an der Veranstaltung nicht möglich ist, wenn Sie in den letzten 14 Tagen Kontakt zu einer an COVID-19 erkrankten Person hatten oder selbst an einem Infekt der oberen Atemwege leiden.

Vor der Veranstaltung
Alle Besucher*innen sind dazu angehalten, auf ihren Wegen durch das Gebäude stets eine medizinische Maske zu tragen, am Sitzplatz oder stationär stehend in hierfür ausgewiesenen und gekennzeichneten Flächen kann die Maske abgenommen werden. Auf den Gebrauch von Fächern muss im gesamten Gebäude verzichtet werden, da das Zufächern von Luft zu einer Verbreitung von Aerosolen beiträgt.

Um den reibungslosen Publikumsfluss und die Einhaltung der gebotenen Abstände kümmert sich zusätzlich das Helfer*innen-Team.  


2. Vor der Veranstaltung

2.1 Zugangskontrolle  
Unser Einlasspersonal kontrolliert die Eintrittskarten sowie die negativen Test-, Impf- oder Genesungsnachweise in der Regel direkt am Zugang zum Studio EDEN 300.
Alle Karten müssen digital oder ausgedruckt vorgezeigt und kontaktlos gescannt werden. Die Test-, Impf- und Genesungsnachweise müssen in lesbarer Form vorgezeigt werden, reine QR-Codes können nicht anerkannt werden.

Nach der Einlasskontrolle ist unser Publikum angehalten, sich, bis zum Einlass in den Veranstaltungsraum, auf dem Außengelände des EDEN***** aufzuhalten. Dort gibt es ein gastronomisches Angebot mit Sitzplätzen. Das Publikum ist dazu angehalten, zum Verzehr der Speisen und Getränke, die Sitzplätze im Außenbereich zu nutzen.

2.2 Einlass ins Gebäude und den Veranstaltungsraum
Als Eingang zum Studio 300 dient der Haupteingang / Einfahrt auf das Gelände links neben dem Café. Zum Verlassen des Veranstaltungsortes werden die Flügeltüren des Haupteingangs sowie der Zugang über das Treppenhaus im Foyer weit geöffnet. An den Eingängen und sanitären Anlagen steht Desinfektionsmittel bereit.

Die Türen zum Veranstaltungsraum sind während der Einlassphase durchgängig geöffnet, so dass ein Anfassen der Türklinken vermieden werden kann.

2.3 Garderobe
An der Garderobe besteht Maskenpflicht. Bitte achten Sie an der Garderobe auch auf die Einhaltung des Mindestabstands zu den anderen Gästen und bilden andernfalls eine Schlange mit Abständen.

2.4 Gastronomie
Das Café des EDEN***** ist vor und nach Veranstaltungen geöffnet und bietet kleine Snacks und Getränke an. Das Publikum ist dazu angehalten, zum Verzehr der Speisen und Getränke, die Sitzplätze im Außenbereich zu nutzen.  

2.5 Sanitäre Anlagen
Um den Mindestabstand von 1,5 Metern gewähren zu können, ist die Nutzung der Toilettenräume im Erdgeschoss auf zwei Personen zur gleichen Zeit beschränkt.


3. Während der Veranstaltung

3.1 Am Platz
Platzierte Besucher*innen können ihre Maske abnehmen, sind aber dazu angehalten, ihre Maske beim Verlassen des Sitzplatzes wieder aufzusetzen. Auf den Gebrauch von Fächern muss am Platz verzichtet werden, da das Zufächern von Luft zu einer Verbreitung von Aerosolen beiträgt.
Die Sitzplätze sind dabei in einem Abstand von 1,5 m aufgestellt, damit der gebotene Mindestabstand zwischen den Besucher*innen eingehalten werden kann.

3.2 Zusätzliche Maßnahmen
Während der gesamten Veranstaltung befindet sich unser Helfer*innen-Team vor Ort, um behilflich zu sein, wenn Besucher*innen den Raum vorzeitig verlassen möchten.  

3.3 Lüften
Um die Virenlast durch Aerosole zu verringern, wird der gesamte Veranstaltungsraum - entsprechend den Vorgaben des Senats - belüftet.  

3.4 Verlassen des Veranstaltungsraumes
Nach der Veranstaltung erfolgt der Auslass gleichzeitig über so viele Ausgänge wie möglich. Während der gesamten Auslassphase bleiben die genutzten Türen geöffnet, um auch hier ein Anfassen der Klinken zu vermeiden.

4. Sonstiges

4.1 Reinigung

Während Veranstaltungen werden alle Oberflächen verstärkt und regelmäßig gereinigt. Objekte, die zum Einsatz kommen (AR-Brillen mit Zubehör, Augenabstandsmessgerät u.a.) werden nach jeder Nutzung intensiv gereinigt und desinfiziert.

 

© 2011-2018 Nico and the Navigators