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andropolaroid 1.1

Klänge blitzen auf, mal hier mal da, wie Warnungen in der Stille, umrunden sie den Raum. Der Tanz der japanischen Künstlerin Yui Kawaguchi wird getrieben vom flackernden Licht, vom Sog der Raumklänge und der eigenen Neugier auf die fremde Welt.

 

„andropolaroid“ basiert auf den persönlichen Erfahrungen, die Yui Kawaguchi im Rahmen ihrer Immigration von Japan nach Deutschland machte. Sieben Jahre sind vergangen, seit sie eine erste Auseinandersetzung zu diesem Thema erarbeitete. Inzwischen hat der eigene Blick Abstand gewonnen, andere persönliche Ereignisse haben sich in den Vordergrund gedrängt und Veränderungen das gesellschaftliche Bewusstsein beeinflusst.

Mit diesen Erfahrungen und der zeitlichen Distanz betrachtet Yui Kawaguchi ihre damalige Arbeit neu. Anfangs zeigt sich das Fremde noch in scharfen Konturen und ist klar vom Vertrauten getrennt. Doch was passiert, wenn sich die Grenzen verschieben und sich Schnittmengen bilden? Verliert das ehemals Fremde seinen Reiz und seine Gefahr und wird das vormals Vertraute zu einem unerklärlichen Mysterium?

Sich diesen Fragen nähernd und inspiriert von wissenschaftlichen Methoden, untersucht die Tänzerin und Choreografin Yui Kawaguchi, unter anderem die japanischen und deutschen Sprachstrukturen, überträgt diese in einem komplexen Modell auf das Sound- und Lichtsystem und taucht ihren Körper in diesen Organismus ein.

Ausgehend vom Mikrokosmos des Individuums in „andropolaroid“ reist die Inszenierung zu den allgemeingesellschaftlichen Verflechtungen und lässt sie mit „andropolaroid 1.1“ zu neuem Leben erwachsen.

 


Eine Produktion von Yui Kawaguchi und theater-51grad.com in Koproduktion mit MA scène nationale - Pays de Montbéliard. In Kooperation mit Nico and the Navigators. Gefördert durch den Regierenden Bürgermeister von Berlin - Senatskanzlei - Kulturelle Angelegenheiten.

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