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Force and Freedom

Ein Beethoven-Projekt

Force and Freedom, Zwang und Freiheit sind die Pole, zwischen denen sich Leben und Werk Ludwig van Beethovens verorten lässt. Exemplarisch wird das deutlich an seinem Spätwerk, das die Grenzen der Form sprengt, brüchig wird und zu bisher nicht gekannter Freiheit und Radikalität kommt. »Die späten Quartette führen uns in eine entlegene seelische Welt ... Die Materie wird unwesentlich, und was uns als kompositorische Meisterschaft erscheint, ist eigentlich beiläufig und mühelos, selbst achtlos gemacht, weil der Komponist nicht mehr mit Fragen von Stil und Mache beschäftigt ist ... eine Musik im Vergehen ... mild und versonnen, eingesponnen in esoterisches Melos, maßlos in Erregung; dann wieder ist es eine weinende Musik, oder sie bittet um die Liebe, von der sie alles weiß und alles sagt und die nicht kommt, und von der die Musik weiß, dass sie nicht kommen wird« (H. W. Henze).

Was heißt es, sich Beethovens letzte Werke mit allen Sinnen anzueignen? Wieviel Mut braucht es, sich einzulassen auf die starken Affekte, auf Schmerz und Verlust, Sehnsucht und Liebe, Wut und Hoffnung? Und was hat das mit uns heute zu tun? In der Auseinandersetzung mit Beethoven werden Nico and the Navigators und das Kuss Quartett auf Spurensuche gehen – von den historischen Quellen bis in die Gegenwart. Packendes, sinnliches Musiktheater mit höchstem musikalischen Anspruch.

 

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