Ödipussi auf der Couch

Tops und Flops bei der Münchner Biennale für neues Musiktheater ...Musik bleibt oft auf der Strecke Eine Enttäuschung war Detlev Glanerts Die Befristeten nach Elias Canetti, das mit dem benachbarten Residenztheater gestemmt wurde. Canettis Stück von 1958 handelt von einer Gesellschaft, in der die Menschen genau wissen, wann sie sterben. Für den Henze-Schüler Glanert war sein neues Musiktheater ohne Gesang ein Melodram. Tatsächlich kam ein Schauspiel mit simpler Bühnenmusik heraus. Da war Bernd Alois Zimmermann sehr viel weiter, als er im Jahr 1966 für eine Hörspielfassung von Canettis Stück die Musik beisteuerte. Immerhin war Glanerts Schauspiel mit Bühnenmusik ein möglicher Ausblick auf die Münchener Biennale, die ab 2016 von Manos Tsangaris und Daniel Ott geleitet wird. Jedenfalls hat das Duo schon 2012 auf Nachfrage verraten, dass sie die Biennale für andere Künste stärker öffnen möchten, zumal für Performances und Theater. Die Uraufführung Glanerts hat gezeigt, dass bei solchen Konzepten die Musik oft auf der Strecke bleibt. Ferner möchte das Duo neue Orte in der Stadt bespielen und die Münchner Szene stärker einbinden. Wie durchsickerte, ist ein „Plattformen“-Projekt geplant mit Isabel Mundry als künstlerische Leiterin.

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