Niemand stirbt in der Mitte seines Lebens | stARTfestival Leverkusen

Leverkusen: Freitag, 10. Juni 2022, 19:00 Uhr | Erholungshaus Leverkusen | Nobelstraße 37, 51373 Leverkusen

Mit Niemand stirbt in der Mitte seines Lebens. Lebensrausch und Totentänze führen Nico and the Navigators im Sommer in Leverkusen ihr erfolgreiches Format der inszenierten Konzerte fort: Wie leben wir mit dem Wissen, dass wir sterben müssen? Gibt es Übungen, mit denen wir uns auf diesen Abschied vorbereiten können? Sollen wir den Tod, wie Nietzsche es forderte, zu einem Fest machen? Oder tanzen wir besser schon zu Lebzeiten auf dem Vulkan?

Stille und rauschhafte Momente wechseln sich mit Werken von Johann Sebastian Bach, Franz Schubert, Leonard Cohen, Rufus Wainwright, Klaus Nomi und anderen in einer lebendigen, musikalischen Debatte ab – und stellen dabei die Macht des Todes als Maßstab allen Lebens dar. Die Tänzer*innen Yui Kawaguchi und Ruben Reniers begegnen sich in ekstatischen Totentänzen oder werden selbst zur geheimnisvollen Macht der Endlichkeit. Ihnen begegnen der russische Bariton Nikolay Borchev, die Sopranistin Julla von Landsberg, der amerikanische Tenor Ted Schmitz und die Sprecherin Annedore Kleist in traurigen, lakonischen und wilden Szenen.

Mit ihren Instrumenten sorgen die Geigerin Elfa Rún Kristinsdóttir, der Kontrabassist Winfried Holzenkamp und der Schlagzeuger Philipp Kullen für ein breites Klangspektrum zwischen Barock und Pop, zwischen Kunstlied und Quodlibet. Matan Porat, der sich sowohl als Pianist als auch als Komponist einen Namen gemacht hat, hat einen Teil der Musik kunstvoll-hintergründig bearbeitet und übernimmt am Flügel die musikalische Leitung.

Eine Produktion von Nico and the Navigators, gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa.. Koproduziert von dem Konzerthaus Berlin sowie dem Bozar Music Brüssel. In Kooperation mit dem radialsystem.

Force & Freedom | Berlin Premiere und Schwetzinger SWR Festspiele

Berlin Premiere: Donnerstag, 14. April 2022, 20:00 Uhr | radialsystem Berlin | Holzmarktstraße 33, 10243 Berlin

Aufführung Schwetzinger SWR Festspiele: Montag, 23. Mai 2022, 19:30 Uhr | Rokokotheater Schloss Schwetzingen | 68723 Schwetzingen

Am 14. April wird „Force & Freedom – Beethoven zwischen Zwang und Freiheit“ endlich auch in Berlin auf die Bühne gebracht.

Das Projekt ist 2020 anlässlich des 250. Geburtstages von Ludwig van Beethoven in Zusammenarbeit mit dem renommierten Kuss Quartett entstanden und hinterfragt die ästhetischen und politischen Zwänge sowie die Freiheiten, in denen das Werk des Komponisten entstand. Was bedeutet es, sich seine späten Arbeiten heute mit allen Sinnen anzueignen?

Mit der Berlin Premiere sowie der ursprünglich als Uraufführung geplanten Vorstellung bei den Schwetzinger SWR Festspielen am 23. Mai blicken Nico and the Navigators und das Kuss Quartett nun zurück auf eine emotionale, von Euphorie und Enttäuschung ebenso wie von kreativer Neubelebung durchdrungene Entstehungsgeschichte dieses langwierigen Projekts. Mit Unterbrechungen und in Abständen hat das Team fast drei Jahre lang immer wieder zusammengearbeitet. Diese Zeit war für alle Beteiligten massiv von den Auswirkungen der Pandemie geprägt.

Eine Produktion der Schwetzinger SWR Festspiele und Nico and the Navigators gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Gefördert im Rahmen von „BTHVN 2020 – bundesweit“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Koproduziert von dem Konzerthaus Dortmund. In Kooperation mit dem Radialsystem.