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Lilli in Putgarden

 

Was passiert wenn sich 10 Navigators eines Morgens nichts ahnend mit Videokameras, Fotoapparaten, Tonaufnahmegeräten und Zeichenmaterial treffen, um dann eine unangekündigte Exkursion durch ihre Wohnungen zu machen; sie genau 15 Minuten schweigend durch jedes Domizil ziehen, ihre Blicke wie durch ein Museum über die am Morgen hinterlassenen Stilleben schweifen lassen und verschiedene Bildsequenzen festhalten?


Wie verändert sich die Sicht auf unsere eigene Dingwelt, wenn wir diese Bilder wochenlang immer wieder in Erinnerung rufen, uns von ihnen Geschichten erzählen lassen, sie in der Theaterarbeit zu einem eigenen Kosmos expandieren lassen? Gibt es in Ihrem Dasein ein liebstes Stück? Wie und wann schlagen Gegenstände Brücken zu menschlichen Geschichten und wann ist mein Respekt vor den Dingen so groß, daß ich sie nicht zu verändern wage? Welche Objekte begleiten mich durch mein gesamtes Leben? Haben Dinge eine Seele? Geht von ihnen Magie aus? Sprechen sie zu uns? Gehen wir mit ihnen um oder sie mit uns?

 

"Es war eine große Enttäuschung, mit der sich auch unsere Kinder schwer abfinden, daß man die materielle Welt nicht verstehen, sondern nur erklären kann"

(Eduard Spranger, Die Magie der Seele)

 

"Die Wahrheit aber, die im Sein der Dinge gelegen ist, bedenken nur wenige"

(Anselm von Canterbury)

 

"Es ist nicht leicht, sich in den Dingen auszukennen"

(Vilem Flusser, Dinge und Undinge)

 

 

Eine Produktion von NICO AND THE NAVIGATORS und den Sophiensælen, gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur, der Stiftung Kulturfonds, in Koproduktion mit dem FFT Düsseldorf, sowie dem Grand Theatre Groningen, in Kooperation mit der Stiftung BAUHAUS Dessau.

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