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Force & Freedom

TV-Premiere | 11. Juli 2021 23:25 Uhr | ARTE

© Falk Wenzel

Force & Freedom - Beethoven zwischen Zwang und Freiheit
Nachdem der Stream Anfang dieses Jahres bereits online auf ARTE Concert abrufbar war, freuen wir uns auf die TV-Premiere im Sommer 2021.

 

 

 

„eine filmisch-szenische Spurensuche, die in der Poesie minimalistischer Abstrahierung und Andeutung immer wieder auch Zeichen pandemischer Gegenwart einbaut…ein allemal eloquenter Zugriff auf eine Musik, die von geradezu „heiligem“ Ernst überschattet ist, ohne ihr Gewalt anzutun… So intensiv hat man Beethovens späte Quartette jedenfalls lang nicht mehr gehört..."    - nmz

„Auch in dieser Spätphase geht es noch um diese klassizistischen Gegensätze, die Beethoven sehr fein und unendlich ausdifferenziert hat. Und das nutzt jetzt dieses Theaterkollektiv, um das Hören mit szenischen Mitteln sichtbar zu machen. [...] ein ganz vielschichtiges und vielseitig zu deutendes Bild, aber immer auf Beethoven bezogen und das ist schon stark!" - Deutschlandfunk Musikjournal

 

Auf ARTE Concert haben Nico and the Navigators gemeinsam mit dem Kuss Quartett ab dem 21. Dezember ihre Produktion „Force & Freedom“ zur Uraufführung gebracht. Mit dem Staged Concert widmen sie sich dabei dem Leben und Werk von Ludwig van Beethoven, an dessen 250. Geburtstag in diesem Jahr erinnert wurde. Die Filmaufnahmen werden gemeinsam mit EuroArts produziert: https://www.euroarts.com/tv-license/6825-nico-and-navigators-force-freedom.

Was bedeutet es, sich die späten Stücke des großen Komponisten heute mit allen Sinnen anzueignen? Wie haben sich diese Empfindungen im Hier und Jetzt verändert? Wie verhalten sie sich zu unseren aktuellen Erfahrungen? Mit Opus 59, Nr. 3, dem Heiligen Dankgesang, dem Streichquartett Opus 135, der Großen Fuge sowie drei Adaptionen von Beethoven-Liedern begeben sich Nico and the Navigators gemeinsam mit dem Kuss Quartett auf eine szenische und filmische Spurensuche – von den historischen Quellen bis zur eigenen Gegenwart im Pandemiejahr 2020.

Die Arbeit, deren Titel „Force & Freedom“ das aus der Fuge entlehnte Motto „tantôt libre, tantôt recherchée“ („teils frei, teils streng“) variiert, wurde bereits kurz nach Beginn der Proben im Frühjahr von einer radikalen Veränderung der Wirklichkeit überschattet: Durch die Corona-Pandemie musste nicht nur die Uraufführung bei den Schwetzinger SWR Festspielen für 2020 abgesagt werden, auch die gemeinsame Arbeit der Ensembles war auf absehbare Zeit nicht mehr möglich. Plötzlich wurden die Worte Zwang und Freiheit, die ursprünglich vor allem Koordinaten im Leben Beethovens umreißen sollten, zur unmittelbaren Erfahrung für alle Beteiligten. Wie sollten sich Tänzer, Sänger, Musiker und Performer künftig auf engem Raum begegnen? Wie würde sich das Publikum in eine solche Situation einfügen?

Dass sich für fast alle freien Künstler im Laufe der Krise zudem jene wirtschaftlichen Zwänge verschärfen würden, unter denen einst auch Ludwig van Beethoven zu leiden hatte, war zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht absehbar. Zunächst und vor allem ging es um den kaum erträglichen Abstand, um die Isolation und Verhinderung einer auf Austausch angewiesenen Arbeit.

Aus dieser Not hatten Nico and the Navigators gemeinsam mit dem Kuss Quartett bereits im Frühjahr eine Tugend gemacht, indem sie der drohenden Resignation mit kleinen Nachrichten aus der gemeinsamen Gegenwart in der Vereinzelung begegneten. So entstand im digitalen Raum ein Krisen-Tagebuch (https:// tagebuch.navigators.de). Dass diese virtuellen Begegnungen keinen vollwertigen Ersatz für den direkten künstlerischen Austausch bieten konnten, war allen Beteiligten natürlich schmerzlich bewusst. Umso erfreulicher ist es, dass an Stelle der im zweiten Lockdown ebenfalls abgesagten Berliner Premiere nun ein Film entstehen konnte.

Beethovens Streichquartett Opus 135 liefert dabei ein Vorbild für Einsicht in die Notwendigkeit. Im vierten Satz finden sich dort unter dem Titel „Der schwer gefasste Entschluss“ zwei Motti, die das Werk zwischen Auflehnung und Ergebung verorten: „Muss es sein? Es muss sein!“

 

Eine Produktion der Schwetzinger SWR Festspiele und Nico and the Navigators gefördert durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Gefördert im Rahmen von „BTHVN 2020 - bundesweit“ durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien. Koproduziert von dem Konzerthaus Dortmund. In Kooperation mit dem radialsystem. Das Streaming wird produziert von EuroArts und Nico and the Navigators in Koproduktion mit ZDF/ARTE.

 

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