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SILENT SONGS into the wild

Fremd bin ich eingezogen…
Was bedeutet die Bewegung? Bringt der Ost mir frohe Kunde?…
Bin gewohnt das Irregehen, 's führt ja jeder Weg zum Ziel…

 

Der Komponist Franz Schubert wählte für seine Lieder oft lyrische Vorlagen, die das Wandern und den Abschied in den Blick nehmen – also die Erfahrungen des Fremdseins und der Einsamkeit in Worte fassen, aus denen sich die Sehnsucht nach Geborgenheit speist. Wie aber hören wir diese Werke im 21. Jahrhundert – in einer Zeit, in der Millionen Menschen weltweit ihre Heimat verlassen müssen und auf der Flucht in neue Ungewissheiten sind?

In „SILENT SONGS into the wild“ untersuchen Nico and the Navigators Franz Schuberts Werke als Erbe für das Hier und Jetzt. Sie tun dies nicht nur mit ihrer Stimme, sondern mit ihrer ganzen Persönlichkeit, ihrem eigenen Gefühls- und Bewegungsrepertoire. Das „Staged Concert“ weicht die Grenzen zwischen Konzert und Gesang, Tanz und Schauspiel, zwischen Hochkultur und Alltagsrealität auf und fragt: Welche Wirkkraft und Brisanz vermag das Schubertsche Liedgut nach rund 200 Jahren zu entfalten? Wann, wie und warum berührt es uns heute?

Unter diesen und weiteren Aspekten befragen die Künstler aus sieben Nationen Schuberts reichhaltigen musikalischen Fundus. Auszüge aus den Zyklen „Die schöne Müllerin“, „Winterreise“ und „Schwanengesang“ werden mit weiteren Liedern und Kammermusiken zu einer überraschend neuen Einheit verwoben. Von zwei Kameras beobachtet, erwachsen zwischen den Liedern szenische Stimmungen, die dem Zuschauer die gedanklichen Annäherungen der Navigatoren an die Stoffe in großer Intensität und Intimität offenbaren.

 

Eine Produktion von Nico and the Navigators und Bozar Music Brüssel. Koproduziert von den Niedersächsischen Musiktagen sowie dem Konzerthaus Berlin. In Kooperation mit der Elbphilharmonie. Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Rusch-Stiftung sowie aus Mitteln des Landes Berlin.

 

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